Dienstag, 12. April 2016

Veterinäre warnen - starker Anstieg der Lyme Erkrankungen festgestellt

Seit 2009 ist die die Zahl der offiziell registrieren Lymeerkrankungen bei Hunden um 560 Prozent angestiegen. Die Lyme Erkrankung betrifft nicht nur Hunde, sondern auch die Zahl der Borreliose Fälle beim Menschen steigt seit Jahren in Europa kontinuierlich an.



Zecken übertragen jedoch nicht nur verschiedene Borrelien, sondern auch Viren und andere Parasiten. Dies wird vor allem verständlich, wenn man sich vor Augen führt, das Zecken auch an Ratten und Nagern ihre Blutmahlzeit verrichten. Gefürchtet ist die weitere Ausbreitung der FSME - der Frühsommer-Meningitis, für die ein Impfstoff verfügbar ist. Dieser Impfstoff hilft aber nicht gegen Borrelien und andere durch Zecken übertragbare Erreger, wie Rickettsien, Babesien, Bartonellen und viele mehr.

Der relativ warme Winter dürfte auch in Mitteleuropa in diesem Jahr zu einem weiteren Anstieg der Borreliosefälle führen und den damit vergesellschafteten teils schwer verlaufenden Erkrankungsbildern, die nach Möglichkeit frühzeitig erkannt und behandelt werden sollten. Dies gilt nicht nur für Hunde und Katzen, sondern auch für Menschen.

Dienstag, 15. März 2016

Lassa Todesfall in Deutschland...

In Köln verstarb Anfang März ein US-Bürger, der aus Togo eingereist war an den Folgen einer Lassa-Virus Infektion. Ein weiterer Verdachtsfall in Düsseldorf wurde am Wochenende vom Bernhard Nocht Institut nicht als Lassa Fall bestätigt.

Lassavirus



Seit 2015 treten in Westafrika gehäuft Lassa Virus Infektionen und Todesfälle auf. Die Sterblichkeit an dem mit dem Ebola-Virus verwandten Virus ist hoch. Wie das Ebola Virus gehört das Lassa Virus zur Gruppe der Arenaviren.

Bis Januar diesen Jahres wurden 159 Lassa Fälle aus Westafrika berichtet von denen etwas mehr als die Hälfte (82 Patienten) an den Folgen der Infektion verstarb.



Dienstag, 1. März 2016

Zikavirus - erste Fallberichte zur sexuellen Übertragbarkeit beim Menschen...

Das Zikavirus wird offenbar nicht nur durch Mücken übertragen, sondern auch durch den Menschen selbst. Nachdem es bereits in Argentinien erste Fälle von sexuell übertragenen Infektionen gab, hat nun auch Frankreich einen bestätigten Fall einer sexuell übertragenen Zikavirusinfektion, bei der ein Reiserückkehrer aus Südamerika seine Lebensgefährtin angesteckt hat. Damit ist klar, dass das Zikavirus in Zukunft auf sexuellem Wege durchaus weiter verbreitet werden kann und sich endemisch auch in Europa ausweiten kann, selbst wenn Mücken als Vektoren nicht zur Verfügung stehen.

Donnerstag, 11. Februar 2016

China - H7N9 wird über die Luft übertragen

Ein Patient in China hat offenbar zwei Ärzte mit dem tödlichen H7N9-Virus angesteckt. Damit wird offiziell das H7N9-Virus erstmals als über die Luft übertragbar dokumentiert. Wie viele weitere Personen mit diesem neuen H7N9-Virus infiziert worden sind, bleibt derzeit unklar. Sollte es sich um ein neues Virus handeln, dann hat die Welt von nun an eine Chinagrippe-Pandemie. Sollte die Case-fatality Rate bei Werten von rund 40 Prozent verbleiben, droht im Falle einer Pandemie ein weltweites Massensterben - gegen das Ebola nur eine vergleichsweiser Schnupfen der Welt war.



Freitag, 5. Februar 2016

China - neue Todesfälle durch H7N9 und H5N6-Viren

44 Neuinfektionen hat es offiziell in China seit September letzten Jahres gegeben. Rund 25 Prozent der Infizierten Personen sind verstorben. Zudem gibt es offenbar ein neues Influenzavirus. Das H5N6-Virus, an dem bislang 5 Personen im selben Zeitraum erkrankt sind und 2 Personen davon verstarben. Eine Mutation soll bislang noch nicht vorliegen. Aber die Natur lehrt uns, dass all dies nur eine Frage der Zeit ist, bis eine Mensch zu Mensch Übertragung möglich ist und stattfinden wird.


Donnerstag, 28. Januar 2016

Zikavirus Epidemie in Südamerika - Reisewarnung

Im November letzten Jahres wurde an dieser Stelle bereits vor der Ausbreitung viral hämorrhagischer Viruserkrankungen, wie dem Dengue Fieber oder auch durch das Zikavirus verursachte Erkrankungen gewarnt. Derzeit gibt die WHO eine Warnung für Südamerika heraus, welche der massiven Ausbreitung an Zikavirus Erkrankungsfällen geschuldet ist. 

Das Auswärtige Amt der Bundesregierung warnt nun ebenfalls vor Reisen in Gebiete, in denen die epidemische Ausbreitung des Zikavirus voran schreitet.



Das Zikavirus steht unter Verdacht schwerste Missbildung am ungeborenen Leben im Mutterleib der Mutter anzurichten. Da die Infektion oftmals asymptomatisch oder unspezifische Symptome aufzeigt ist die Risikolage für Schwangere besonders hoch, sich unbemerkt das Virus durch einen Mückenstich einzufangen. Ein Eintrag des Virus nach Europa muss mit Blick auf die Globalisierung diskutiert werden, zumal die Überträgermücke sich inzwischen auch in Mitteleuropa ausbreitet.

Mittwoch, 27. Januar 2016

MERS Corona Virus - Management des akuten Lungenversagens bleibt schwierig...

Das MERS Corona Virus breitet sich weiter im mittleren Osten aus. Die Zahl der Fälle steigt weiter ohne das ein Umkehr des Trends erkennbar wird. Zum Jahreswechsel berichteten Mediziner, die zahlreiche MERS-CoV-Patienten behandelt hatten über ihre Erfahrungen in der Therapie dieser Erkrankung, die nach wie vor eine sehr hohe Sterblichkeit aufweist. Haupttodesursache ist Lungenversagen und Schock. 

Erfasst wurden alle behandelten Fälle zwischen April und Mai 2014. Das untersuchte Patientenkollektiv umfasste insgesamt 14 Patienten, wovon 3 aus dem medizinischen Sektor stammten. Hauptsymptome der Erkrankung waren Fieber, Husten und Atemnot. Alle Patienten mussten beatmet werden und erhielten wegen des ARDS - also dem akuten Lungenversagen - 1 mg/kg Körpergewicht Prednisolon. Es zeigte sich besonders am dritten Tag nach Beginn der Erkrankung eine massive Verschlechterung der im Blut gemessenen Sauerstoffpartialdrücke paO² bei den in der Studie einbezogenen Patienten. Bei knapp 79 Prozent der Betroffenen wurde wegen Atemversagens eine neuromuskuläre Blockade erforderlich, 71 Prozent der Patienten bekamen einen Schock und 57 Prozent der Patienten erlitten ein Nierenversagen. was zur Dialysepflicht führte.

9 der 14 Patienten verstarben auf der Intensivstation - wobei auch Ribavarin zum Einsatz kam. 5 Patienten überlebten die Infektion und lebten auch noch 1 Jahr nach ihrer Entlassungen aus der Klinik.

Die Autoren der Studie folgern aus ihren Erfahrungen, das MERS-CoV-Erkrankungen mit dem Auftreten eines ARDS mit einer hohen Sterblichkeit verbunden ist. Risikoerhöhend für einen fatalen Ausgang wirken sich hierbei offenbar bereits vorbestehenden Komormiditäten aus. Die Bewertung von Ribarvarin und PEG-2a-alpha Interferon müsste weiter untersucht werden im Bezug auf ihre Anwendbarkeit bei MERS-Co-Virus Patienten.

Respir Care. 2015 Dec 23. pii: respcare.04325. [Epub ahead of print]Acute Management and Long-Term Survival Among Subjects With Severe Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus Pneumonia and ARDS.