Das Zikavirus wird offenbar nicht nur durch Mücken übertragen, sondern auch durch den Menschen selbst. Nachdem es bereits in Argentinien erste Fälle von sexuell übertragenen Infektionen gab, hat nun auch Frankreich einen bestätigten Fall einer sexuell übertragenen Zikavirusinfektion, bei der ein Reiserückkehrer aus Südamerika seine Lebensgefährtin angesteckt hat. Damit ist klar, dass das Zikavirus in Zukunft auf sexuellem Wege durchaus weiter verbreitet werden kann und sich endemisch auch in Europa ausweiten kann, selbst wenn Mücken als Vektoren nicht zur Verfügung stehen.
Dienstag, 1. März 2016
Donnerstag, 11. Februar 2016
China - H7N9 wird über die Luft übertragen
Ein Patient in China hat offenbar zwei Ärzte mit dem tödlichen H7N9-Virus angesteckt. Damit wird offiziell das H7N9-Virus erstmals als über die Luft übertragbar dokumentiert. Wie viele weitere Personen mit diesem neuen H7N9-Virus infiziert worden sind, bleibt derzeit unklar. Sollte es sich um ein neues Virus handeln, dann hat die Welt von nun an eine Chinagrippe-Pandemie. Sollte die Case-fatality Rate bei Werten von rund 40 Prozent verbleiben, droht im Falle einer Pandemie ein weltweites Massensterben - gegen das Ebola nur eine vergleichsweiser Schnupfen der Welt war.
Freitag, 5. Februar 2016
China - neue Todesfälle durch H7N9 und H5N6-Viren
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Neuinfektionen hat es offiziell in China seit September letzten Jahres
gegeben. Rund 25 Prozent der Infizierten Personen sind verstorben. Zudem
gibt es offenbar ein neues Influenzavirus. Das H5N6-Virus, an dem
bislang 5 Personen im selben Zeitraum erkrankt sind und 2 Personen davon
verstarben. Eine Mutation soll bislang noch nicht vorliegen. Aber die
Natur lehrt uns, dass all dies nur eine Frage der Zeit ist, bis eine
Mensch zu Mensch Übertragung möglich ist und stattfinden wird.
Donnerstag, 28. Januar 2016
Zikavirus Epidemie in Südamerika - Reisewarnung
Im November letzten Jahres wurde an dieser Stelle bereits vor der Ausbreitung viral hämorrhagischer Viruserkrankungen, wie dem Dengue Fieber oder auch durch das Zikavirus verursachte Erkrankungen gewarnt. Derzeit gibt die WHO eine Warnung für Südamerika heraus, welche der massiven Ausbreitung an Zikavirus Erkrankungsfällen geschuldet ist.
Das Auswärtige Amt der Bundesregierung warnt nun ebenfalls vor Reisen in Gebiete, in denen die epidemische Ausbreitung des Zikavirus voran schreitet.
Das Zikavirus steht unter Verdacht schwerste Missbildung am ungeborenen Leben im Mutterleib der Mutter anzurichten. Da die Infektion oftmals asymptomatisch oder unspezifische Symptome aufzeigt ist die Risikolage für Schwangere besonders hoch, sich unbemerkt das Virus durch einen Mückenstich einzufangen. Ein Eintrag des Virus nach Europa muss mit Blick auf die Globalisierung diskutiert werden, zumal die Überträgermücke sich inzwischen auch in Mitteleuropa ausbreitet.
Mittwoch, 27. Januar 2016
MERS Corona Virus - Management des akuten Lungenversagens bleibt schwierig...
Das MERS Corona Virus breitet sich weiter im mittleren Osten aus. Die Zahl der Fälle steigt weiter ohne das ein Umkehr des Trends erkennbar wird. Zum Jahreswechsel berichteten Mediziner, die zahlreiche MERS-CoV-Patienten behandelt hatten über ihre Erfahrungen in der Therapie dieser Erkrankung, die nach wie vor eine sehr hohe Sterblichkeit aufweist. Haupttodesursache ist Lungenversagen und Schock.
Erfasst wurden alle behandelten Fälle zwischen April und Mai 2014. Das untersuchte Patientenkollektiv umfasste insgesamt 14 Patienten, wovon 3 aus dem medizinischen Sektor stammten. Hauptsymptome der Erkrankung waren Fieber, Husten und Atemnot. Alle Patienten mussten beatmet werden und erhielten wegen des ARDS - also dem akuten Lungenversagen - 1 mg/kg Körpergewicht Prednisolon. Es zeigte sich besonders am dritten Tag nach Beginn der Erkrankung eine massive Verschlechterung der im Blut gemessenen Sauerstoffpartialdrücke paO² bei den in der Studie einbezogenen Patienten. Bei knapp 79 Prozent der Betroffenen wurde wegen Atemversagens eine neuromuskuläre Blockade erforderlich, 71 Prozent der Patienten bekamen einen Schock und 57 Prozent der Patienten erlitten ein Nierenversagen. was zur Dialysepflicht führte.
9 der 14 Patienten verstarben auf der Intensivstation - wobei auch Ribavarin zum Einsatz kam. 5 Patienten überlebten die Infektion und lebten auch noch 1 Jahr nach ihrer Entlassungen aus der Klinik.
Die Autoren der Studie folgern aus ihren Erfahrungen, das MERS-CoV-Erkrankungen mit dem Auftreten eines ARDS mit einer hohen Sterblichkeit verbunden ist. Risikoerhöhend für einen fatalen Ausgang wirken sich hierbei offenbar bereits vorbestehenden Komormiditäten aus. Die Bewertung von Ribarvarin und PEG-2a-alpha Interferon müsste weiter untersucht werden im Bezug auf ihre Anwendbarkeit bei MERS-Co-Virus Patienten.
Respir Care. 2015 Dec 23. pii: respcare.04325. [Epub ahead of print]Acute
Management and Long-Term Survival Among Subjects With Severe Middle
East Respiratory Syndrome Coronavirus Pneumonia and ARDS.
Dienstag, 29. Dezember 2015
Vietnam erhöht Warnstufe für Vogelgrippe
Vietnam hat letzte Woche die Gefahreneinschätzung für einen Ausbruch der Vogelgrippe überarbeitet und gibt offiziell eine Warnung heraus in der die Risikoeinschätzung angehoben wird. Ein Grund für die Erhöhung der Alarmstufe ist unter anderem das zuletzt vermehrte Auftreten von meschlichen Infektionsfällen in China, welche unter anderem durch das H7N9-Virus und das H9N2 Virus. Bislang starben an den Folgen einer H7N9-Infektion, einem ungewöhnlich gefährlichen Influenzavirus 185 von 486 infizierten Personen. Die Case Fatality Rate liegt damit bei 38.06 Prozent. Die CDC Kriterien für eine Falldefinition beim H7N9-Virus können Sie hier nachlesen
Montag, 16. November 2015
Tödliche Mückenpopulation erreicht Europa...
Eine tödliche Mückenplage hat Teile Südeuropas laut informierten Kreisen erreicht. Es handelt sich dabei um eine Art der asiatischen Tigermücke. Aedes albopictus wurde erstmalig dabei auf Kreta gesichtet.
Die tödliche Mückenpopulation von Aedes albipictus hat sich inzwischen offenbar auch von Festland Griechenlands in andere mediterrane Länder ausgebreitet. Weibliche Mücken fliegen normalerweise nicht weiter als 200 Meter von ihrer Brut weg um einen Wirt zu finden. Die beobachtete Mückenart ist in der Lage 22 verschieden Arboviren zu übertragen. Zudem wird auf das hohe Risiko einer Übertragung des Chikungunya und Dengue Fiebers, sowie des Zika Virus, welches bislang nur in Südamerika bekannt war, hingewiesen.
Die Bewohner entsprechender Risikogebiete werden darauf hingewiesen auf anormales Verhalten der regionalen Mückenpopulation zu achten. Hierzu zählt insbesondere eine vermehrte Tagaktivtität, die als für Mücken untypisch ist. Bewohner der Regionen werden angewiesen entsprechend auf persönlichen Mückenschutz einschliesslich Repellentien beim Aufenthalt im Freien zu achten. Weitere Informationen unter folgendem Link:
http://www.conops.gr/
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