Freitag, 10. Oktober 2014

Ebola ist schlimmer als die Pocken...

Die Pocken waren über Jahrhunderte eine Geißel der Menschheit. Rund 1/3 der Infizierten starb an den Folgen der hochansteckenden Pocken. Doch Ebola ist weitaus schlimmer als die Pocken. Denn derzeit gibt es zumindest nicht für die Allgemeinbevölkerung einen verfügbaren Impfstoff gegen das Ebolavirus und es tötet mehr als 50 Prozent aller Infizierten.

Seit der Pest im Mittelalter hat es nichts vergleichbares mehr gegeben. Normalerweise müsste man angesichts dieser Bedrohungslage alle interkontinental Flüge bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffes einstellen um nicht eine globale Ausbreitung zeitlich zu beschleunigen.

Das Ebola Virus trifft auf eine immunologisch naive Bevölkerung und ist daher in der Lage einen weltweiten Flächenbrand auszulösen. Zwar ist die Menschheit in Fragen der Medizin wesentlich weiter als zu Zeiten der Pest im Mittelalter - doch ebenso hat sich die Erdbevölkerung seit der Zeit der Pest vervielfacht, so dass weltweit eine humanitäre Katastrophe droht, die ihres gleichen sucht. In vielen unterentwickelten Ländern dürfte Ebola ähnlich der Pest im Mittelalter wüten und ganze Landstriche ausrotten.

Das Virus ist bereits bei 7-12 Viruspartikeln infektiös. In einem Tropfen Körperflüssigkeit eines Patienten verstecken sich Millionen bis zu Milliarden an Viren - genug um ein ganzes Land theoretisch auszurotten.

Ebola ist die mit Abstand größte Herausforderung für die gesamte Menschheit seit den Pocken. Das Virus wird sich weltweit ausbreiten und niemand wird es stoppen können. Afrika - allem voran Westafrika ist verloren - auch wenn alles versucht wird dort die Pandemie noch einzudämmen.

Es ist mehr als verwunderlich, dass mit dem Ausbruch auf drei Kontinenten die WHO immer noch nicht offiziell die Pandemie verkündet hat. Es darf aber damit gerechnet werden, dass dies in den kommenden Tagen erfolgen wird.

Derweil sind inzwischen in der Nähe von Paris 60 Menschen unter Quarantäne gestellt worden, bei denen der Verdacht besteht, dass sie Kontakt zu einem Ebolapatienten hatten.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Ebola - wenn Flöhe die Viren übertragen...

...dann wird die Pandemie sich langfristig unvermeidbar weltweit ausbreiten und wahrscheinlich die halbe Menschheit auslöschen. Ebola wird man nicht mehr stoppen können, auch wenn die Mainstreammedien noch versuchen ein anderes Bild zu zeichnen.




Es bedarf keines direkten Kontaktes zu Ebola Infizierten, damit das Ebola Virus sich ausbreitet. Die Übertragung der roten Pest aus Afrika ist auch durch Flöhe möglich. Flöhe besitzen einen sogenannten Vormagen, in den bei der Blutmahlzeit am Wirt auch Viren gelangen können und ohne weiteres auf andere Wirte übertragen werden können. Darüber referierte bereits der international bekannte renommierte Parasitologe Professor Mehlhorn vor einigen Jahren in Düsseldorf in einer Vorlesung zum Thema Atrhopoden, der ich gelauscht hatte.

Durch Flöhe dokumentierte Übertragungen sind sowohl für Hepatitis als auch für HIV und andere Viruserkrankungen bekannt. Somit ist es durchaus als möglich anzusehen, dass Flöhe auch Ebolaviren auf den Menschen übertragen können, so wie es für das sogenannde RHD-Virus bei Kanninchen Hämmrhagischen Fieber (Rabbit hemorrhagic disease) bereits beschrieben ist.

Auch der Kot von Flöhen ist als potentiell virushaltiges Material noch in der Lage Infektionen mit lebensbedrohlichen Erregern zu verursachen.

Quellen:

http://www.hund-und-halter.de/index.php?option=com_content&view=article&id=474:aktuelle-studie-belegt-floehe-sind-uebertraeger-von-viruskrankheiten&catid=139&Itemid=124

 2000 Feb;74(3):1114-23. Horizontal transmissible protection against myxomatosis and rabbit hemorrhagic disease by using a recombinant myxoma virus.

Ebola - Leichen besser ins Krematorium...

Die Entsorgung von verstorbenen Ebola-Patienten stellt ein besonderes Problem dar. Schon die Bergung der Leichen stellt eine hohe Herausforderung an die Bestatter dar, die mit enstprechender Schutzausrüstung versehen, die Leiche in flüssigkeitsdichte Leichensäcke verbringen sollten und anschliessend diese, wie auch die Särge, einer adäquaten Wischdesinfektion  zuführen sollten. Bestatter sind über die hohen Infektionsrisiken durch Ebola in den entsprechenden Fällen dezidiert aufzuklären.

Das Verbrennen der Leichname ist im Falle von Ebola einer Erdbestattung nach Empfehlungen des Robert Koch Institutes definitiv vorzuziehen. Eine Leichenschau im Sinne einer Obduktion sollte nach Möglichkeit nicht erfolgen und sodenn sie erforderlich sein sollte nur von qualifiziertem und geschulten Personal in höchster Schutzstufe der Kategorie S4 erfolgen.

Erdbestattungen von Verstorbenen sind als problematisch anzusehen da rein theoretisch Ebolaviren nach Erdebestattungen längere Zeit überdauern könnten und möglicherweise eine Gefahrenquelle für spätere Reinfektionen darstellen können. So konnte Virus DNA der spanischen Grippe von 1918 selbst Jahrzehnte später noch isoliert werden.

Desinfektionsmittel und Massnahmen bei Ebola

Nach den aktualisierten Empfehlungen des Robert-Koch Institutes werden für Desinfektionsmassnahmen differenzierte Vorgehensweisen empfohlen, die sich zum einen nach der Kontaminationsart und zum anderen nach der Form des Kontaktes richten. An Desinfektionsmittel sind spezielle Forderungen zu stellen. Nach Angaben der CDC in den USA sollten Desinfektionsmittel verwendet werden, die auch behüllte Viren, wie beispielsweise Noroviren, Adenoviren oder auch Rotaviren zuverlässig inaktivieren und entsprechend viruzid wirken.

Ausscheidungen von Ebola-Patienten und entsprechende Desinfektionsmassnahmen sollten nur von entsprechend geschulten Personal in Schutzausrüstung der Kategorie III, Typ 3B, Handschuhe, Schutzbrille und Gummistiefeln und mindestens mit Atemschutz der ffp3-Klasse erfolgen. Beim Umgang mit Ebola Patienten ist das Tragen von Einmalwäschen zu empfehlen, die nach dem Kontakt verbrannt werden kann. Kontaminierte oder potentielle kontaminierte poröse Textilien, Möbel oder auch Bettmatratzen sind tunlichst zu vermeiden oder sollten zumindest mit entsprechendem Schutz wie flüssigkeitsdichten und reissfesten Plastikfolienunterlagen versehen werden um eine direkte Kontaminierung zu verhindern. Gleichwohl erscheint es ratsam alle mit einem Ebola Patienten direkt oder indirekten Gegenstände im weiteren Verlauf in dafür geeigneten Anlagen vollständig zu verbrennen.

Da nicht alle verfügbaren Desinfektionsmittel für Ebolaviren geeignet sind ist eine differenzierte Betrachtung und Wertung der im Handel befindlichen Desinfektionsmittel erforderlich. Eine Liste der verschiedenen Desinfektionsmassnahmen ist vom RKI unter folgendem Link nachlesbar.


Samstag, 4. Oktober 2014

Ebola in den USA - neue Verdachtsfälle in Dallas und Utah...

Während Familienmitglieder des Patienten Null in den USA versuchten die Quarantäne zu verlassen, berichten die Medien über einen neuen Verdachtsfall von Ebola in der Millionenmetropole Texas. Dabei soll der neue Ebola-Patient Kontakt zu dem bereits eingelieferten Patienten gehabt haben.


Die CDC hat 10 Spezialisten nach Dallas Texas entsandt um die Situation vor Ort zu untersuchen. Es darf bezweifelt werden, dass der Ausbruch der Ebola Pandemie in den USA noch gestoppt werden kann, nach dem der Patient Null mehr als 2 Tage durch Dallas irrte und vermutlich nicht nur mit hundert Personen, sondern mit Hunderten Kontakt gehabt hatte, während er das Virus ausgeschieden hat.

Auch in Utah gibt es nunmehr einen weiteren Ebola-Verdacht. Offiziell bestätigt ist dieser aber bislang noch nicht.


Eigenen Berechungen zufolge ist bei einer Durchseuchung im Pandemiefall in den USA mit bis zu 60-80 Millionen Todesopfern zu rechnen, sofern das Virus rund 30 Prozent der Gesamtbevölkerung befallen sollte.

Die Mehrzahl der Todesfälle in den USA dürfte innerhalb der ersten 12-18 Monate auftreten. Die Folgen für die USA wären desaströs. Das Gesundheitssystem dürfte schon bei einem Bruchteil an Ebola Patienten an seine Grenzen stossen, die öffentliche Ordnung sehr rasch kollabieren.

Freitag, 3. Oktober 2014

MERS-CoV-Infektion in Österreich...

Österreich hat an die WHO den ersten Infektionsfall durch das MERS-Co Virus gemeldet.

Eine junge Frau, die keinen Kontakt zu Kamelen oder Infizierten hatte, hat sich mit dem gefährlichen Erreger angesteckt und befindet sich offenbar immer noch in einem kristischen Zustand. Sie wurde, nach dem sie zwischenzeitlich in einer Privatklinik versorgt wurde, inzwischen auf die Isolierstation nach Wien verlegt.