Mittwoch, 11. März 2015

H5N1 - neue Todesfälle in Ägypten

Die Zahl der H5N1-Infektionsfälle in Ägypten scheint in diesem Jahr weiter anzusteigen. Bislang wurden offiziell 38 Infektionsfälle bekannt, von denen 13 bzw. 15 Menschen verstarben.

http://www.thecairopost.com/news/140629/news/egypts-bird-flu-death-toll-rises-to-13-in-2015-health-ministry

http://www.egyptindependent.com/news/egypt-bird-flu-death-toll-reaches-15-2015

Bislang verstarben 37.4 Prozent aller in Ägypten mit dem H5N1-Virus infizierten Patienten. Bei der chinesischen Variante des H5N1-Virus liegt die Sterblichkeit bei 55 Prozent aller Infizierten.

Freitag, 27. Februar 2015

Studie - Favipiravir in der Behandlung von Ebola Patienten.

Eine kleine Studie, welche von Ärzte ohne Grenzen durchgeführt wurde weist auf einen möglichen Therapieeffekt bei Ebola-Patienten mit nur moderater Viruslast und nur geringen oder fehlendem Organbefall innerer Organe.

Dieser Therapieeffekt schein den vorläufigen Daten zufolge bei hoher Viruslast und bereits schweren Schäden innerer Organe offenbar zu fehlen.

In der Gruppe mit geringer oder moderater Viruslast ohne ausgedehnten Organbefall konnte im Vergleich zur Kontrollgruppe, die Sterblichkeit von 30 Prozent auf 15 Prozent gesenkt werden.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Eotaxin und Influenza Erkrankungen...

Jedes Jahr sterben an den Folgen einer Grippe in Deutschland tausend von Menschen. Die Übersterblichkeit lag in der Wintersaison 1995/1996 bei 31000 Menschen. Haupttodesursache ist ein Organversagen - allem voran ein Lungenversagen - in Folge eines Zytokinsturms der Lunge.



Wissenschaftliche Untersuchungen (1) haben gezeigt, dass offenbar die Sekretion von Eotaxin in mit Influenza-A-Viren infizierten Lungenepithelzellen deutlich erhöht ist und damit die entzündlichen Veränderungen in den Lungenepithelien induzieren. Eine gezielte Blockade von Eotaxin könnte möglicherweise die Folgen einer foudroyant verlaufenden Influenza Infektion abmildern. Der gezielte Einsatz von Eotaxin Inhibitoren zur Therapie von schweren Influenza-Infektion wäre eine mögliche Option den Tod eines Influenza-Erkrankten durch Multi-Organversagen möglicherweise zu verhindern.

1. Kawagouchi M et al., Expression of eotaxin by normal airway epithelial cells after influenza virus A infection, Int. Arch Allergy Immunol. 2000 May;122 Suppl 1:44-9.


China - 100 neue Fälle von Vogelgrippe in 2015...

Seit Jahresanfang hat China 100 neue Infektionsfälle durch das H7N9-Virus beim Menschen registriert. Mehr als 50 Fälle betreffen dabei die Region Guangdong. Damit hat sich die Gesamtzahl der humanen Infektionsfälle durch das H7N9-Virus seit 2013 auf über 500 Fälle erhöht.

H7N9-Virus - Foto: CDC

Wenn gleich das Virus bislang offiziell nicht als von Mensch zu Mensch übertragbar gilt, so zeigen Studien an Frettchen, dass eine Mensch zu Mensch Übertragung durch Tröpfcheninfektion durchaus möglich ist. Das H7N9-Virus gilt als hochgefährlich und hat bislang eine Mortalität von rund 30 Prozent.

Quellen:





Freitag, 30. Januar 2015

Multiresistente Acinetobakter Infektionen mit Todesfolge an der Uniklinik Kiel

In Deutschland gibt es an der Uniklinik Kiel gehäuft Todesfälle durch Acinetobacter baumannii. Die identifizierten Acinetobacterkeime sind multiresistent gegen gängige Antibiotika und somit als MDR-AB-Infektionen zu klassifizieren. (MDR-AB = Multidrugresistent Acinetobacter).



Laut Medienberichten sollen 31 Patienten betroffen sein, von denen 12 verstorben sind. 3 der Todesfälle sollen in Folge der MDR-AB-Infektion aufgetreten sein. Das Alter der Verstorbenen liegt zwischen 25 und 80 Jahren. 

Acinetobakter ist ein coccoides gram-negatives Bakterium, dass lange Zeit auch auf Oberflächen von Möbeln und anderen Geräten überleben kann. Infektionsfälle durch Luftübertragung sind in der Literatur bekannt. Die Bedeutung nosokomialer Infektionen durch MDR-AB ist weltweit in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen.

Der häufigste Verbreitungsweg erfolgt über Schmierinfektionen - zumeist über Hände von Krankenhauspersonal, welche in einer kontaminierten Umgebung oder an betroffenen Patienten gearbeitet haben. Das Bakterium ist vor allem für immunsuppremierte Patienten gefährlich. Es kann neben Lungenentzündungen auch eine Meningitis und Wundinfektionen auslösen, welche wegen der Antibiotikaresistenz nur schwer zu behandeln sind.

Einige Isolate von MDR-AB sind noch empfänglich auf Polymyxin Antibiotika, wie Colistin oder auch Sulbactam. Letzteres wird gerne in Kombination mit Ampicillin verwendet. Die zunehmende Ausbreitung von MDR-AB wird auf den unkritischen Einsatz von Breitbandantibiotika zurückgeführt.

Massnahmen zur Prävention einer weiteren Ausbreitung sind bei Auftreten von MDR-AB Infektionsfällen indiziert. Es erscheint sinnvoll die örtlichen Gesundheitsbehörden dabei mit ein zu beziehen um eine weitere unkontrollierte Ausbreitung und damit bestehende Gefährdung der Bevölkerung zu verhindern.

Quellen:

http://cid.oxfordjournals.org/content/36/10/1268.full

http://healthylivingmarketreviews.blogspot.de/2015/01/science-dangerous-germs-in-kiel-clinic.html

 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23886986

 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7968028

http://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/mm5810a4.htm

http://www.cdc.gov/hicpac/mdro/mdro_4.html

Montag, 12. Januar 2015

H5N1 Virus Mutationen in Ägypten

Das H5N1 Virus, dass in Ägypten im letzten Jahr 29 Menschen infizierte und 11 davon tötete, zeigt offenbar Veränderungen in seinem Erbgut auf. Laut Berichten von CIDRAP soll es sich dabei um Mutationen handeln, welche Säugetiere empfämglicher für eine Infektion mit dem H5N1-Virus machen.

Derzeit wird allerdings noch keine Mensch-zu-Mensch Übertragunug dieses H5N1 offiziell berichtet. 


Samstag, 10. Januar 2015

Ebola Verdachtsfall in Deutschland

In Deutschland gibt es einen ersten Ebolaverdachtsfall. Auch wenn die offizielle Mitteilung diesen nicht gesondert als solchen bezeichnet, so muss davon ausgegangen werden, dass er als solcher behandelt wird. Denn der betroffene Patient eines südkoreanischen Helferteams war als Arzt in Sierra Leone im Einsatz und soll sich dabei am 29. Dezember 2014 an einer mit Blut kontaminierten Nadel eines am Folgetag verstorbenen Patienten, verletzt haben.

Angesichts der Tatsache, dass bereits 1 Viruspartikel des Ebola-Virus ausreicht, um eine Infektion auszulösen, dürfte der Patient weiterhin in der Isolierstation bleiben bis bei dem Verdachtsfall eine Infektion sich bestätigt oder ausgeschlossen werden kann. Da rund 2 Prozent aller Ebola-Infektion bis zu 6 Wochen brauchen um eine Erkrankung auszulösen, muss davon ausgegangen werden, dass eine dreiwöchige Nachbeobachtung in aller Regel eher zu kurz ist.

Somit besteht auch nach Ablauf einer dreiwöchigen Nachbeobachtung stets die Gefahr, dass in einem von fünfzig Fällen die Erkrankung nach der Beobachtungsphase in die Bevölkerung eingeschleppt wird.