Sonntag, 27. September 2015

Ebola - ein Jahr nach dem Höhepunkt der Krise...

Ein Blick zurück - als die Welt am Abgrund stand und die Gefahren des Ebola Ausbruchs systematisch unterschätzt wurden.. Ein Dokument der Zeitgeschichte.



Ebola ist nach wie vor nicht unter Kontrolle - auch wenn die Medien das Thema nicht mehr aufgreifen. Es kann jederzeit zu einem neuen unkontrollierbaren Massenausbruch kommen.

Montag, 7. September 2015

Naher Osten - das MERS Co-Virus wird zu einem Problem...

Kein Tag in den letzten Wochen vergeht inzwischen, wo nicht aus Saudi Arabien und dem Nahen Osten neue Todes- und Erkrankungsfälle durch das Mers-Corona Virus bekannt werden, freilich abseits der breiten Öffentlichkeit und der medialen Berichterstattung. Eine tödliche Epidemie grassiert im Nahen Osten und hat das Potential zu einer Pandemie - und die Medien schweigen schlichtweg hierzulande.

Inzwischen ist die Zahl der Erkrankten in Saudia Arabien auf 1216 Labor bestätigte Infektionsfälle angestiegen. 517 Patienten starben inzwischen an den Folgen der Infektionserkrankung. Allein in den letzten 24 Stunden gab es 7 neue Infektionsfälle. Drei Patientien starben von gestern auf heute an den Folgen der MERS-CoV-Infektion.

Die Sterblichkeit liegt somit bei 42.5 Prozent aller Infizierten. Die Dunkelziffer der an MERS-CoV-Infektionen erkrankten Patienten und verstorbenen Opfer dürfte hingegen wesentlich höher liegen und die offiziellen Zahlen vermutlich bei weitem übersteigen.

Seit 21. Juli wurden allein in Saudi Arabien 125 neue MERS-CoVirus Krankheitsfälle in Saudi Arabien erfasst. Neben Saudi Arabien ist es inzwischen auch zu einem Eintrag des Virus nach Jordanien gekommen. In Südkorea sind bis August 184 Infektionsfälle bekannt geworden. Aktuellere Zahlen aus Korea sind derzeit nicht verfügbar. Per Definition liegt somit eine Ausbreitung des MERS-CoVirus auf 2 Kontinenten vor. Damit ist die Definition einer Pandemie erfüllt. Gleichwohl wird die Ausbreitung des MERS-CoVirus nach wie vor nicht als Pandemie in der WHO geführt. Auch hier scheint man wieder bewusst, wie im Falle von Ebola die systemischen Risiken des MERS-Co-Virus nicht richtig einzuschätzen.

Angesichts einer Sterblichkeit von über 40 Prozent ist dies schon als grob fahrlässig zu betrachten.

Quellen: 

http://www.mw.go.kr/front_new/al/sal0301vw.jsp?PAR_MENU_ID=04&MENU_ID=0403&page=1&CONT_SEQ=324788

http://www.moh.gov.sa/en/CCC/PressReleases/Pages/Statistics-2015-09-06-001.aspx

Montag, 17. August 2015

West Nile Virus Ausbruch in Europa...

Seit einigen Tagen häufen sich die Fallberichte über den Ausbruch von West Nile Virus Infektionen in Europa. Betroffen sind bisher die Länder Österreich, wo ein Blutspender in Wien einen Empfänger ansteckte. Darüber hinaus wurden Infektionsfälle in Italien, Serbien, Griechenland und Rumänien festgestellt.

West Nile Virus unter dem Elektronenmikroskop

Mit Blick auf Zahlen aus der Vergangenheit dürfte die Case Fatality Rate bei rund 15 Prozent liegen. Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken. Hierbei spielt nicht nur die Ausbreitung der Tigermücke eine zentrale Rolle, sondern auch die zusammen mit Menschen auftretende gemeine Stechmücke Culex pipiens in unseren Breiten Mitteleuropas. Eine langanhaltende trockene Witterungsperiode begünstigt duch vermehrt stehende Gewässer die Ausbreitung des West Nile Virus. Es wird inzwischen vermutet, das Alexander der Große nicht an Malaria, sondern an einer West Nile Virus Infektion verstarb weil kurz vor seinem Tode ein Vogelsterben beobachtet werden konnte.

In den USA breitet sich das West Nile Virus bereits seit Anfang des Jahrtausend zunehmend aus. Sporadisch auftrentende größere Epidemien fordern immer wieder  zahlreiche Tofesopfer. 


Es wird vermutet dass eine Mutation im Genom des West Nile Virus die humanpathogene Wirkung des WN-Virus erhöht. Die neue Variante scheint vor allem das Nervensystem zu befallen. Es wird erwartet, dass die Zahl der Infektionsfälle durch das WN-Virus in den kommenden 2-3 Monaten weiter ansteigt. Das WN-Virus wird durch Stechmücken übertragen und einzelne Erkrankungsfälle sind seit ca. 1950 in Europa bekannt.

Die aktuelle Lokalisation der Fälle kann auf der folgenden Karte verfolgt werden. Ebenfalls wurde bei einem Flüchtling in Deutschland ein Fall von Dipherie festgestellt. Es handelt sich somit um einen eingeschleppten Infektionsfall.



Mittwoch, 8. Juli 2015

Ebola - bis an die Grenze des Erträglichen...


Am 24. Juni 2015 referierte der Tropenmedizinier und Infektiologe Christian Kleine in Düsseldorf auf dem wissenschaftlichen Symposium: "Ebola so fern - und doch so nah!" über seine Erfahrungen und Eindrücke zum Ebola Ausbruch in Westafrika. Diese hat Christian Kleine bereits auch schon im Dezember 2014 in einem Beitrag des WDR dargestellt:


Ebola - mit Sprühflaschen gegen einen Waldbrand...

Christian Kleine während seines Vortrages an der HHU-Düsseldorf
Nach Ansicht von Christian Kleine ist im Dschungel von Westafrika die Ausbreitung des Virus kaum zu kontrollieren. Es ist als ob man mit Sprühflaschen gegen einen Waldbrand vorginge. Erschwerend kommt hinzu, dass neben der Versorgung der Erkrankten ein enormer Bedarf an Unterrichtung der Bevölkerung bestand und besteht. Als Christian Kleine gegen Ende seines Vortrages zu den Sicherheitsvorkehrungen in Europa kam stellte er fest, dass er Dinge wie die folgenden nicht nachvollziehen kann. Zitat:

"Ich verstehe das nicht!"

Bildzitat aus dem Vortrag von Christian Kleine am 24.6.2015
Gemeint war mit der Aussage von ihm war die Art und Weise wie hierzulande mit Ebola umgegangen wurde. Er konnte nicht verstehen, warum beim Empfang eines an Ebola erkrankten Arztes in Leipzig selbst in rund 50 Meter Abstand Posten in Atemschutzmasken und Sicherheitsanzügen - insgesamt 4 an der Zahl um das Flugzeug postiert wurden, während man in Liberia im ELWA-3 Lager in Monrovia am Tor ohne Schutzanzug unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes von 1.5 bis 2 Metern ohne Schutzkleidung viele an Ebola erkrankte Patienten abweisen musste. Ähnliches wurde auch in Paris praktiziert und inzeniert, als ein Patient mit zwei (!) Krankenwagen und einer Polizeieskorte und 70 km/h durch die Stadt ins zuständige Spital verlegt wurde. Ein großes Problem in Liberia ist und war die Entsorgung der anfallenden Abfallmengen, die durch die Krankenversorgung entstanden und im Lager verbrannt werden mussten.




Auch der in Hamburg versorgte Ebola Patient hat die dortige medizinische Fakultät an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit geführt. Frau Professor Adde, Infektiologin am UKE-Hamburg, wies darauf hin, dass für die Versorgung des einen Patienten über fast 2 Monate, mehr als 7.5 Tonnen an Abfällen anfielen, die innerhalb der Infektionsstation entsorgt werden mussten. Eine Intensivstation musste geschlossen werden, weil der personelle Aufwand für den Erkrankten extrem hoch war. In der kritischen Phase der Erkrankung stehen vor allem Erbrechen und Durchfälle mit extrem hohen Flüssigkeitverlust im Vordergrund. Dabei verlieren die Patienten zum Teil mehr als 12 Liter Flüssigkeit am Tag. Der Ersatz dieses Flüssigkeitsverlustes von teilweise mehr als 12 Litern, der zum Teil nur über einen peripheren intravenösen Zugang möglich ist, ist schon kaum zu bewerkstelligen. "Wie soll das in einem Lager in Liberia funktionieren? Es ist vollkommen utopisch zu glauben, dass ein Mensch, der zudem noch Durchfälle und massives Erbrechen hat auch nur 10 Liter an einem Tag trinken und oral aufnehmen kann - und das gleich noch über mehrere Tage...", stellte Frau Professor Adde fest. "Sowas bereitet bereits einem Gesunden enorme Schwierigkeiten"

Christian Kleine berichtete, dass während seiner Zeit der Andrang an Patienten so hoch war, dass man mit Blick auf die Ausbreitung der Seuche nur die besonders schwer Kranken, also jene die auf Grund ihres Erbrechens und ihrer Durchfälle ein sehr hohes Infektionsrisiko für die Bevölkerung darstellen aufnehmen konnte. Mit unter war das Tor zum Lager nur für eine halbe Stunde am Tag geöffnet und musste dann geschlossen werden. Dies war für ihn schon eine mehr als belastende Situation. Man musste Hilfesuchende abweisen, weil die Kapazitäten im Lager, dem größten in Liberia, nicht mehr ausreichten. Wenn am nächsten morgen dann die Toten vor dem Tor lagen, die man tags zuvor abweisen musste, dann war das alles andere als leicht.

Ebola ist eine brutale Erkrankung...

Rund 70 Prozent der Infizierten haben das Camp nicht mehr lebend verlassen. Von rund 1100 Personen kamen nur 300 lebend wieder raus. Zwar wurden Verdachtsfälle zunächst von den bestätigten Ebola Erkrankten getrennt, doch es kam sogar einmal vor, dass eine Mutter mit drei Kindern, bei der sich der Verdacht bestätigte, von ihren Kindern getrennt wurde und in den Krankenversorgungsteil des Camps mit dem bestätigten Ebola Infizierten kam. Die Kinder, die noch unter Verdacht standen, blieben in der Verdachtszone. Doch eines der Kinder hielt sich nicht an die Trenunng und lief zur Mutter in die Krankenzone und musste danach bei ihr bleiben. Später bestätigte sich auch bei den drei Kindern der Ebolaverdacht. Alle verstarben. 

Ganze Familien wurden ausgerottet. Ein großes Problem waren die Beerdigungen, wo die hochinfektiösen Leichnahme von hunderten umarmt wurden, die später noch in überfüllten Autos dann heimwärts fuhren. Hatte man sich nicht bereits an der Leiche angesteckt, so erfolgte die Ansteckung spätestens bei der Heimfahrt im direkten Kontakt mit den anderen Autoinsassen. Auf diese Weise infizierten sich zum Teil hunderte an Personen, von denen die Mehrzahl verstarben.

Die Versorgung der Erkrankten ging bis an die Grenze des Erträglichen. Nach seinem Vortrag sprach ich noch mit Christian Kleine. Mich interessierte vor allem, wie man die Eindrücke seelisch verarbeitet. Denn was er dort gesehen haben muss, dürfte die menschliche Vorstellungskraft bei weitem übersteigen und ich kann mich auch nicht des Eindrucks erwehren, dass die Dinge die er gesehen hat, ihn noch heute beschäftigen. Er wies darauf hin, dass es durchaus ärztliche Kollegen gab, die wegen der Dinge die sie dort sahen und erlebten, ihren Aufenthalt vorzeitig abbrechen mussten. Er selber würde aber sofort wieder helfen, wenn es erforderlich wäre. Man dürfe nicht vergessen, dass es immerhin auch eine ganze Reihe an Menschen gab, die Ebola überlebt haben. Und dies seien die besonders wertvollen Momente gewesen, die er nicht missen möchte...

Magische Momente in einer humanitären Katastrophensituation - Sie hat Ebola überlebt und durfte geheilt und nach einer Desinfektionsprozedur des gesamten Körpers neu eingekleidet das Camp verlassen...

Magische Momente im Camp in Liberia...

Foto aus dem Vortrag von Christian Kleine an der HHU-Düsseldorf
Eine Umarmung der Entlassenen nahm die letzten Zweifel der Betroffenen, dass sie für ihre Umwelt noch gefährlich sein könnten, wenn gleich das Virus auch bis einem halben Jahr nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge, beispielsweise durch ungeschützten Sexualverkehr weitergereicht werden kann.

Die meisten haben nicht überlebt - Schwangere, Kinder und Frauen starben - vielen konnte nicht geholfen werden. Ebola ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Christian Kleine wies darauf hin, dass Ärzte ohne Grenzen allein rund 1/3 der Erkrankten während der Epidemie versorgt hat. Mehr als 530000 Schutzanzüge wurden verbraucht und hunderte Tonnen an Material durch Medicines sans frontiéres in den von Ebola betroffenen Gebiete gebracht.

Ich fragte ihn, ob man zumindest versucht habe mit Hilfe von Patientenserum der Rekonvaleszenten, also der Überlebenden, jene zu behandeln die neu an Ebola erkrankten - ganz im Sinne einer passiven Immunisierung. Er wies darauf hin, dass auch dies praktiziert wurde und auf die Frage wie die Ergebnisse ausgefallen seien, sagte er dass diese von einer Arbeitsgruppe in Antwerpen derzeit untersucht würden und derzeit noch preliminary seien - also vorläufig - und somit noch nicht publiziert würden.

Ein großes Problem war während des gesamten Ausbruchs, dass in den betroffenen Ländern die gesamte Patientenversorgung in den Krankenhäusern zusammengebrochen ist, was die Zahl der Opfer durch Malaria, Tuberkulose, Verkehrsunfälle und zahlreiche andere Erkrankungen massiv erhöht haben dürfte, da teilweise mehr als die Hälfte des medizinischen Personals in den Ländern an Ebola verstorben sei. Dazu muss man wissen, dass in Afrika und der Region auf 10 000 Menschen rund 3 Ärzte kommen. Zum Vergleich - hier zu lande sind es mehr als 300 Ärzte die auf 10000 Einwohner kommen. Wenn dann von den 3 Ärzten auch noch die Hälfte verstirbt, dann bekommt man in etwa eine Vorstellung mit welchen Problemen die westafrikanischen Länder in einer eh schon schwierigen und desolaten Versorgungssituation zu kämpfen haben.

Auch der gestern erschiene Report der WHO zeigt, dass es in der letzen Wochen 10 neue Verdachtsfälle von Ebola gegeben hat. Die Seuche kann jederzeit neu ausbrechen. Die Einfallspforten nach Europa sind die Flughäfen Charels des Gaulles in Paris, sofern die Einreise aus Liberia erfolgt und London Heathrow sofern der potentielle Spreader aus Guinea einreist. Für die USA ist es der JFK Airport in New York City.

Christian Kleine war froh, dass er während seines Einsatzes, weder Fieber noch Durchfall entwickelte. Denn wäre dies passiert, so wäre sofort das gesamte Team der Ärzte und Pfleger ausgetauscht worden und alle heim geschickt worden  unbeschadet der Frage ob es sich nur um einen banalen Infekt handelt oder nicht. Es grenze schon fast an ein Wunder, dass man sich da kein Durchfall oder einen fieberhaften Infekt eingefangen hat. Denn dies ginge in den Tropen in aller Regel recht schnell...

Christian Kleine hat Mut und Courage in einer aussergewöhnlichen Situation gezeigt. Seine bereits an der Uniklinik Frankfurt erworbenes tropenmedizinisches Wissen war sicherlich ebenso hilfreich. Gleichwohl ist sein aussergewöhnlicher Einsatz, der über das normale Maß jedweder ärztlichen Tätigkeit hinausgeht, so hoch  gewesen und immer noch hoch, dass ich beschlossen habe ihn beim Ministerpräsidenten des Landes Hessen für das Bundesverdienstkreuz am Bande vorzuschlagen - stellvertretend für all jene, die ebenso bereit waren im letzten Jahr in die Hölle von Westafrika zu gehen und dort als Botschafter der Nächstenliebe und des Humanismus sich im besonderen Maße um Deutschland und Europa verdient gemacht haben.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Ebola ist weiterhin ausser Kontrolle...

Liberia ist seit 43 Tagen ohne neuen Erkrankungsfalls, doch in Guinea und Sierra Leone gab es in der letzten Woche 24 neue Erkrankungsfälle durch Ebola. Das brisante an allen derzeit neu auftretenden Erkrankungsfällen ist, dass vollkommen unklar ist, wo die Betroffenen sich mit dem Ebola-Virus angesteckt haben.



Damit ist Ebola weiterhin als ausser Kontrolle anzusehen. Die Zahl der Infizierten beim Ebolaausbruch in West-Afrika ist seit Beginn des Ebolaausbruchs auf über 27000 Fälle angestiegen.

Dienstag, 16. Juni 2015

Neue Todes- und Erkankungsfälle durch MERS-Co-Virus in Südkorea und Saudi-Arabien

In Korea steigt die Zahl der am MERS-Co Virus erkrankten Patienten weiter an. Gestern berichtete das südkoreanische Gesundheitsministerium über neue Todes- und Erkrankungsfälle duch das Coronavirus. Demnach soll es 3 neue Todesfälle und 4 neue Erkrankungsfälle geben. Damit steigt nach Angaben des Ministeriums die Zahl der offiziell Infizierten in dem Land auf 154 Patienten, von denen bislang 19 Patienten gestorben sind. Dabei waren von den 19 Todesfällen in Südkorea 14 Patienten männlichen Geschlechts und 5 weiblich.Alle Todesfälle in Südkorea traten bisher in der Generation Ü60 auf und betrafen damit vor allem jene Menschen die in Zukunft aus dem Arbeitsleben ausscheiden oder bereits ausgeschieden waren.


Damit steigt die Case fatality rate in Südkorea von zuletzt rund 8 Prozent auf über 12 Prozent an, d.h. mehr als jeder zehnte Infizierte scheint derzeit an der Virusvariante in Südkorea zu versterben.  In 71 Fällen - also 46 Prozent der Fälle - lag eine im Krankenhaus erworbene Ansteckung (nosokomiale Infektion) vor. In 14 Prozent der Fälle steckte sich das medizinische Personal untereinander an. Das Geschlechterverhältnnis bei den Infektionen in Südkorea liegt derzeit bei 60 Prozent Männern und 40 Prozent der Frauen.

5586 Menschen sind in Südkorea derzeit unter Quarantäne gestellt worden. Davon befinden sich 5532 Menschen in häuslicher Verwahrung und dürfen ihre Wohnung nicht mehr verlassen.Die Sterblickeit des Virus ist offenbar in Südkorea geringer als bei der Virusvariante im nahen Osten, dennoch aber doppelt so hoch wie bei SARS und mehr als 4-mal so hoch wie bei der spanischen Grippe von 1918.

Dies ist insofern bemerkenswert, weil bei den mehr als 1200 Erkrankungen die seit 2012 im nahen Osten - allem voran in Saudi Arabien - registriert wurden die Case fatality rate bei über 42 Prozent zu liegen scheint. Sprich von 5 Infizierten versterben im Schnitt 2 Patienten.


Sonntag, 14. Juni 2015

MERS Corona Virus ausser Kontrolle? Korea meldet 14 Tote und neue Krankheitsfälle...

Das MERS Co-Virus breitet sich offenbar vom nahem Osten aus kommend nun nach Asien - speziell nach Südkorea aus, wo inzwischen wegen der zunehmenden Zahl an Infektionsfällen der Verdacht besteht, dass das Mers-Co-Virus nicht mehr unter Kontrolle ist.

MERS - Co Virus breitet sich weiter aus...



Inzwischen hat Korea 14 Todesfälle durch das Mers-Co-Virus zu beklagen. 


Heute wurde bekannt, dass es 7 neue Ekrankungsfälle gibt, wie das südkoreanische Gesundheitsministerium mitteilt:


Inzwischen stehen mehrere tausend Menschen unter Quarantäne - zwei ganze Kliniken wurden wegen des Ausbruchs des Mers-Co-Virus inzwischen geschlossen. Die Zahl der Infizierten hat sich damit in Korea auf 145 erhöht. Eine Task Forse wurde eingerichtet.

Von den neuen Infektionsfällen hatten drei direkten Kontakt zu bereits zuvor Infizierten Fällen - bei den anderen wird noch geprüft wie die Ansteckung erfolgte. Es ist gut möglich, dass mit Blick auf den plötzlichen Anstieg der Krankheitszahlen in Korea, wo Ende Mai erste Fälle beobachtet wurden, das Mers-Co-Virus mutiert ist und leichter übertragbar geworden ist.


Ein weiterer Verdacht einer aus Korea importierten Infektion ist nun in der Slowakei gestern bekannt geworden.

http://www.ndtv.com/world-news/south-korean-man-thought-to-have-mers-hospitalised-in-slovakia-771419

Bislang wurde angenommen, dass nur durch nahen Kontakt zu Infizierten das Virus duch Tröpfcheninfektion von Sekreten aus den Atemwegen übertragen werden kann. Aber die genauen Übertragungsmodalitäten gelten bislang weiterhin als ungeklärt.

Wesentliche Fragen zu dem Virus beantwortet die CDC auf ihrer Homepage:


Gemäss der Falldefinition der CDC in Atlanta/USA liegt ein Verdachtsfall vor, wenn Patienten einen fieberhaften Atemwegsinfekt haben - zusammen mit einem Aufenthalt in Risikogebieten, wo das Virus endemisch auftritt.

http://www.cdc.gov/coronavirus/mers/case-def.html

Weitere Information zur MERS-Co Viren finden sie hier:


Offiziell gibt es keine Therapie, welche kausal die Infektion bekämpft. Eine Studie hat sich mit der Frage Ribavarin und Interferon auseinander gesetzt und kommt zu dem nüchternen Ergebnis, dass diese Therapie wohl nur in einigen wenigen Fällen hilfreich sein könnte, aber bei kritisch Erkrankten keinen Therapievorteil im Hinblick auf den Verlauf der Erkrankung zu bringen scheint. Alle derart behandelten Infizierten Patienten starben trotz (oder wegen?) der Behandlung mit Ribavarin und Interferon.